Hier kommt der König – Mr. Lo setzt der klassischen Kunst des Papierreißens einfach die Krone auf. Papier ist bekanntlich geduldig. Bei Mr. Lo wirkt es auch noch ganz formvollendet, denn Lorenzo Torres hat die schon fast verloren gegangene Kunst des Papierreißens zu neuem Leben erweckt. Dynamisch und perfekt gestaltet er in unglaublicher Geschwindigkeit immer wieder neue, bunte, andersartige Papierobjekte. Seiner Phantasie setzt der liebenswerte Herr mit dem Zeitungshut da keine Grenzen. Nach seiner Tanzausbildung war der gebürtige Kalifornier zunächst an zahlreichen Theatern als Tänzer und Choreograph zumeist in den Vereinigten Staaten engagiert, bevor er 1986 das Varieté für sich entdeckte. Dort bewies er als „Schlangenmensch“, dass auch Männer sich verbiegen können. Seit 1995 bezaubert Mr. Lo als Papierkünstler. Seine Kostüme – natürlich aus Papier – sowie sein Arbeitsmaterial stellt er mit großem Zeitaufwand selbst her, von der duftenden Rose für die Dame bis zur filigranen Tischdecke – bügelfrei!
Hier lockt die Versuchung in Stöckelschuhen auf einem schmalen Seil - eine immerwährende Geschichte in immer neuen Bildern: Wie drei starke Typen einer schönen Frau auch in unserer Zeit imponieren können, zeigen Rokashkovs aus Moskau in einem ganz ungewöhnlichen Auftritt. An einem quadratischen Reck vollführen sie die riskantesten Sprünge und turnen sich so auf diesem Sektor der Akrobatik in die Nähe von „goldverdächtigen“ Rekorden. Was so weit nicht entfernt ist, wenn man ihre Geschichte liest. Sergey Rokashkov war immerhin Meister der „International Master of Sports“ in der Disziplin Gymnastik. Seine Frau Natalia erturnte sich den gleichen Titel. Seit 1994 arbeitet das rekordverdächtige Paar zusammen. Der bekannte Moskauer Regisseur Alexander Osipov entwickelte später für das Duo und zwei weitere Virtuosen die starke Story am Reck. In der Circuswelt sorgte sie sofort für Furore: Beim Circusfestival „Cirque de Demain“ in Paris gab’s 2003 Gold für das akrobatische Quartett, 2005 folgte für die ungewöhnliche Darbietung einer Liebesgeschichte beim 29. Internationalen Circusfestival von Monte Carlo der Bronzene Clown.
Ein Hauch asiatische Körperkunst, elegante Zurückhaltung und hohe Geschicklichkeit formen sich beim ihm zu einem wunderbaren Gesamtbild. Tony Frebourg – Gewinner der Silbermedaille beim „Festival Mondial du Cirque de Demain” 2004 in Paris – verbindet die chinesische Kunst der Diabolo-Jonglage mit spektakulären Elementen der Bodenakrobatik. Die Eleganz im im Zeichen des Drachen lässt Tony Frebourgs Kunststücke als einmalig erscheinen. Der junge Franzose aus der Normandie präsentiert völlig neuartig die chinesische Fertigkeit der Diabolo-Jonglage. Als einer der weltbesten Diabolo-Jongleure gastierte Tony Frebourg bereits rund um den Globus.
Harmonie zwischen Mensch und Tier… Wie eine Elfe aus dem Märchenwald tanzt Aurelie mit ihrer schneeweißen Taube Celeste auf die Bühne. Die Französin überzeugt nicht nur mit ihrer hervorragenden, kraftvollen Handstandequilibristik, für die sie beim Festival du Cirque de Demain mit einem Sonderpreis ausgezeichnet wurde. Die Beziehung zu ihrer Taube ist exzeptionell, denn die Verständigung zwischen Tier und Mensch ist hier tief und einzigartig. Eine Liebeserklärung der besonderen Art.
Brauchen Menschen Knochen, haben Frösche welche? Vielleicht ist man schlauer, wenn man „The Frog“ gesehen hat. Sasha präsentiert hier die Kunst der Kontorsion auf höchstem Niveau. Dabei zeigt sich der Schlangemensch im Gewand eines Frosches von seiner komischsten Seite und beeindruckt mit unglaublicher Flexibilität. Mit einem Lächeln und großer Leichtigkeit kann „The Frog“ seinen Körper in Positionen bringen, die eigentlich das Vorhandensein von Knochen und Gelenken ausschließen müssten. Nach dem Motto „Sei kein Frosch“ hat er auch seine Nummer „180°“ entwickelt – alles andere als „Qua(r)k“…
Gut gebrüllt, Löwe! Wenn Petra und Roland Duss ihre Seelöwen präsentieren, gibt es allen Grund dazu. Die zahmen possierlichen Meeresbewohner finden eh alles zum Brüllen, denn es gibt immer ein Stück Fisch für jeden ihrer „Gesangsvorträge“, für blitzschnelle Jonglagen und akrobatische Bewegungen. Und die Zuschauer finden es zum Brüllen komisch, was die mächtigen glänzend-schwarzen Tiere an Kunststückchen parat haben. Schon über 20 Jahre arbeitet Familie Duss mit ihren Seelöwen und verfügt über eine große Erfahrung in der Dressur mit dieser verspielten Robbenart. Das brachte nicht nur den begehrten Silbernen Clown beim Internationalen Circusfestival von Monte Carlo ein, sondern auch den Preis für die kreativste und artgerechteste Tierdarbietung.
Für sie ist „Salto Globale“ Programm: Die Artistentruppe "The White Crow" besteht aus einer Kanadierin, einem Schweizer und einem Russen, die auf Weltniveau kühnste Sprünge auf dem so genannten Russischen Barren zelebrieren. Carole Demers, die stets ganz in Weiß gewandete Frontfrau des Trios, ist die erste, die am russischen Barren drei verschiedene Dreifach-Saltos zeigte. Die außergewöhnlichen Voltigen, die sie mit Unterstützung ihrer Partner Johnny Gasser und Yuri Kreer Nummer so anmutig und scheinbar federleicht vollführt, wurden mehrfach hoch dekoriert. Beim Weltfestival „Cirque de Demain“ in Paris gab es die Goldmedaille, ein Jahr später folgte in Monte Carlo der Silberne Clown, der in Fachkreisen als Circus-Oscar firmiert.
Wie in einer überdimensionalen Seifenblase gefangen präsentiert sich Natalia Motolygina in luftiger Höhe. Die russische Akrobatin schwebt hoch oben im Zirkuszelt in einer gläsernen Kugel und verbindet dort in einer sinnlichen Kombination die Kunst der Kontorsion und Trapezartistik. Am Ende öffnet sich die Kugel, gibt den Weg frei – für einen sensationellen Spagat zwischen Himmel und Erde.
Sie hat Feuer… nicht nur die feuerroten Haare der Künstlerin rechtfertigen den Namen dieser Darbietung: Furia mischt mit unglaublichem Temperament und heißblütigem Charme den (Circus-)Himmel mächtig auf. Die energiegeladene Russin wurde bereits beim Internationalen Circusfestivals in Monte Carlo mit einer Medaille aus den Händen von Prinzessin Stéphanie geadelt. Bei ihrer feurigen Darbietung am Solotrapez raubt sie mit unglaublichen Abfallern und riskanten Pirouettensprüngen von höchstem Schwierigkeitsgrad schier den Atem.