Salto Glable

Duisburg 20.-30. Mai 2010



Aachen 5.-20. Juni 2010



"I' m a part of it", der Leitsong der neuen Show und unser Beitrag zur Naturallianz

Naturallianz

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Höhner - „Himmelhoch High“

„Himmelhoch High“ - in das Leben verknallt zu sein ist ein Glücksgefühl. Eins, das die Höhner auch im vierten Jahrzehnt ihres Bestehens, trotz aller erlangten Erfolge, immer wieder zu neuer Hochform auflaufen lässt. Kontinuierlich auf der Suche nach sich selbst und angetrieben vom Wunsch sich selbst zu verwirklichen. Dem Wandel der Zeit tragen die sechs Musiker persönlich und inhaltlich Rechnung und liefern nach anderthalb Jahren Arbeit ein Album ab, welches sowohl Standortbestimmung wie auch Zukunftsvision ist.

Diese zeigt steil nach oben, in das nächste Kapitel der Höhner-Historie, ins „Himmelhoch High“. Es geht weiter voran – das ist die Botschaft des neuen Albums. Dessen dreizehn neue Songs speisen sich, in bester Höhner-Manier, aus der Beobachtungsgabe des Kölner Sextetts: aus den kleinen, wie den großen Dingen des Lebens, dem Persönlichen und dem Politischen, von Menschen in der Mitte und denen am Rande der Gesellschaft. Kurzum, der Höhner-Kosmos lebt, weil er symptomatisch für das steht, was jeden angeht. Die Liebe zum Leben und zum Feiern sowie die Liebe gegenüber den Mitmenschen sind dabei genauso wichtige Ingredienzien, wie eine selbstironische Distanz, die stärker als bislang signalisiert, dass die Höhner bei sich selbst angekommen sind.

Der Eröffnungssong „Da geht immer noch mehr“ gibt mit seinem eingängigen Folkrock die Richtung vor. Tatsächliche Helden werden benannt, aber in der zweiten Strophe des Liedes werden auch die vermeintlichen Helden ironisiert, die uns an jeder Ecke präsentiert werden. Am Ende des Songs wird man mit der Feststellung versöhnt, dass jeder Einzelne ein Held sein kann. „Mir sin dafür“ ist ein spielerischer Umgang mit der Realität jedes Einzelnen, der die Qual der Wahl hat, aber vor lauter Fachbegrifflichkeiten kaum noch der Wahrheit hinterher kommen kann. Einmal mehr unterstreichen die Höhner darin ihre Kunst und ihr „Parteiprogramm“: trotz inhaltlicher Ernsthaftigkeit unterhalten zu wollen, Freude zu haben und den Spaß an der Freude zu leben.

Weil jede neue Höhner-Platte auch immer wieder ein Neubeginn und ein Test dafür ist, ob sich die Band noch auf dem richtigen Weg befindet, liegen mit „Hier brennt die Luft“ und der ersten Singleauskopplung „Schenk mir Dein Herz“ gleich zwei Stücke vor, die unbedingtes MitSing-Potenzial besitzen. Die Single greift einen neuen „Kölschen Brauch“ auf, nach dem Verliebte ihre Namen in ein Vorhängeschloss eingravieren lassen und dieses an ein Gitter der Kölner Hohenzollernbrücke schließen, bevor sie den Schlüssel als Liebestreueschwur gemeinsam dem Vater Rhein in den Schoß werfen.

„Alles verlore“, ein bekannter Höhner-Song, der bereits vor 15 Jahren erschien, und von dem seither jeder Einnahmen-Cent an das Kölner „Lobby-Restaurant“ ging, liegt aus gegebenem Anlass in einer neuen Version vor. Die Höhner, als Schirmherren dieser Institution, setzen sich dafür ein, dass Obdachlose eine warme Mahlzeit für wenig Geld bekommen können. Der ARD-„Tatort“, „Platt gemacht“, der im Oktober 2009 TV-Premiere feierte, spielte in der Kölner Berber-Szene und die Höhner gastierten hier eben mit diesem Song . Nach den Dreharbeiten wurde der lang gehegte und gemeinsame Wunsch des Kölner „Tatort“-Schauspielers Dietmar Bär, alias Kommissar Freddy Schenk, und der Höhner endlich Realität, zusammen einmal einen Song einzusingen. Dietmar Bär, der Anfang der Achtzigerjahre in Köln seinen ersten Einsatz als Schauspieler hatte – übrigens in der Rolle eines Schlagzeugers, erinnert sich daran, wie es zur Zusammenarbeit mit den Höhnern kam: „Mitte der 1980er lernte ich Henning Krautmacher kennen, der eine Gastrolle in einem der ‚Kommissar Kleefisch’-Krimis hatte. Dann begegnete ich den Höhnern 1992 bei der legendären Aktion ‚Arsch huh! Zäng ussenander!’ - gegen ‚Rechts’ und gegen Ausländerfeindlichkeit - auf dem Chlodwigplatz wieder. Und nun beim Tatort ‚Platt gemacht’ traf man sich erneut und da lag es nahe: den gemeinsamen Wunsch endlich in die Tat umzusetzen. Die perfekte Vorlage für die Zusammenarbeit lieferte der Hamburger Stefan Gwildis, selbst deutschsprachiger Soulstar, mit seinem Song „Männer in den besten Jahren“, den er zusammen mit Rolf Claussen geschrieben hatte und den die Höhner gemeinsam mit ihm und Dietmar Bär als Gastsänger neu aufnahmen.

„Mir maache he unser Ding“ überrascht mit einem „funky“ Arrangement und den „Jungen Wilden“ als Gästen, während „Weil er ein Jäger ist“ mit deutlichem Bluesrock-Gen eine weitere Neuerung im musikalischen Höhner-Repertoire markiert. Der Titelsong „Himmelhoch High“ hat mit seinem Ohrwurm-Refrain schon jetzt das Zeug in die lange Liste der ewigen Höhner-Klassiker einzugehen. „Jung us’m Levve“ nimmt in bester Rockmanier all jene Nihilisten aufs Korn, die immer alles besser wissen. „Sonne und Teer“ beschreibt melancholisch das Für und Wider des ewigen Unterwegsseins, was im Folgesong, „Du föhlst Dich jot aan“ mit der Leichtigkeit einer Liebeserklärung an all jene aufgehoben wird, die einem wirklich am Herzen liegen. Abgeschlossen wird das neue Höhner-Album mit dem geradezu epischen „Millionen Sterne“, das auf vielfachen Publikumswunsch eine „Vereinigung“ der vier Songs liefert, welche die Höhner für ihre „Rockin’ Roncalli“-Show geschrieben hatten. Dabei spielen die vier Elemente - Erde, Feuer, Wasser und Luft - die tragende Rolle. „Ein solch langer Song, der fast acht Minuten dauert, gehört genauso auf das neue Album wie alle anderen Songs, weil er zu uns gehört“, kommentiert Henning Krautmacher den Abschlusssong.

Kerniger, kräftiger, abwechslungsreicher und gleichzeitig partytauglicher denn je klingen die Höhner auf „Himmelhoch High“. Ein Umstand, der laut Multi-Instrumentalist Jens Streifling nicht zuletzt darin begründet liegt, dass der neue Gitarrist John Parsons erstmals am Einspielen eines kompletten Höhner-Studioalbums beteiligt war. „Das ist das Schöne an der Band - neue Musiker kommen dazu, bringen sich ein und dadurch ändert sich der gesamte Bandsound.“ Bassist Hannes Schöner pflichtet ihm bei, wenn er die Höhner als „offenes System“ beschreibt. „Meine Wurzeln liegen im texanischen Bluesrock begründet und ich bin froh, dass ich diesen Aspekt in die Musik der Gruppe einfließen lassen kann. So wie eigentlich jedes einzelne Bandmitglied seine persönlichen Vorlieben einbringt“, ergänzt John Parsons.

Mit „Himmelhoch High“ wird nun ein neues Höhner-Kapitel aufgeschlagen. Den „ewigen Jungbrunnen“, den die Band für jeden einzelnen Musiker darstellt, wird mit zusätzlicher Frische, „Wumms“ und Zuversicht ins nächste Jahrzehnt transportiert. Es sind die vielfältig musikalischen und inhaltlichen Angebote, die - mittlerweile als Markenzeichen - den Erfolg der Höhner ausmachen. Die kölsche Höhner Antwort auf die allgemeine Redensart „Himmelhoch jauchzend – zu Tode betrübt“, mit all ihren implizierten Gefühls-schwankungen, wird hier mit einem lebensbejahenden „Himmelhoch High“ beantwortet.


Mehr über die HÖHNER gibt's auf der offiziellen Homepage unter www.hoehner.com.